Normalerweise wird bei Wartungsarbeiten an Abwasserleitungen eine Umleitung gebaut. Mithilfe von Schmutzwasserpumpen wird die Fördermenge durch einen Bypass umgepumpt, um ungestört an der Leitung arbeiten zu können. Wenn die Fördermenge jedoch 1000 Kubikmeter pro Stunde übersteigt, steigen die Energiekosten so stark, dass eine Heberleitung rentabel erscheint. Eine solche Heberleitung ist auch ein Bypass, wobei die Druckbeaufschlagung in diesem Fall jedoch nicht mithilfe von Schmutzwasserpumpen erfolgt. Vielmehr wird die Heberleitung mithilfe einer Vakuumpumpe ausgesaugt; die Strömung läuft dann energielos weiter. Da die Leitung nicht unter Druck steht, muss der Bypass allerdings einen größeren Durchmesser haben.